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'Epilepsie bij de Berner Sennenhond?'
Door: Reinier Goud

'Epilepsie bij de Berner Sennenhond?' Het onderstaand artikel is afkomstig uit Zwitserland.

Het is nog onduidelijk hoeveel waarde er aan dit artikel gehecht moet worden, maar ook hiervoor geldt 'waar rook is, is vuur'. Voorzichtigheid geboden dus met honden die in dit artikel genoemd worden, omdat ze ook voorouders kunnen zijn van de Nederlandse Berners.

Pagina 1 Klinische und genetische Untersuchungen der idiopathischen Epilepsie beim Berner Sennenhund Diese Studie befasst sich mit den klinischen Aspekten und dem Vererbungsmodus der idiopathischen Epilepsie beim Berner Sennenhund. Es wurden Stammbaumanalysen in einer offenen, nicht vorselektierten Population von 4005 Hunden durchgefiihrt. Dazu gehorten fünf verschiedene Subpopulationeri mit 50 Epileptikern aus dreizehn Generationen. Praktisch alle kranken Hunde zeigten generalisierte Krampfanfalle vom Grand-mal Typ mit einer gut definierten Prodromal-(Vorphase) und Postiktalphase (Erholungsphase). Die Mehrheit (62%) der Patienten hatte ihren ersten epileptischen Anfall im Alter zwischen 1 und 3 Jahren. Das durchschnittliche Alter beim ersten Anfall der Hunde von kranken Eltern war signifikant (P<0.05) tiefer, als das der Hunde von gesunden Eltern. Es wutrde eine deutliche Geschlechtspradisposition fiir Ruden gefunden. Zwischen Inzuchtskoeffizient und Alter beim ersten Anfall oder Inzidenzrate bestand l:eine signifikante (P>0.0~) Korrelation. Das gehaufte Auftreten der Krankheit in verschiedenen Subpopulationen und unterschiedlichen Familien der gleichen Ruden oder der gleichen Hundinnen weist auf eine genetische Basis der Krankheit beim Berner Sennenhund hin. Die Hvpothese eines polygenen, rezessiven Erbgangs wird durch die Resultate der Stammbaumanalysen und des Binomialtests gestutzt. Um den genauen Vererbungsmodus zu bestimmen sind in der Zukunft gezielte Zuchtversuche notwendig. Die Studie wird im Laufe des Jahres 1999 in englischer Sprache publiziert, unter dem Titel: "Clinical and genetic investigations of idiopathic epilepsy in the Bernese mountain dog" Aus dem Institut fur Tierneurologie, Universitat Bern, Bremgartenstrasse 109a, 3012 Bern 1. Kathmann, A. Jaggy, A. Busato, M. Bfirtschi, C. Gaillard Pagina 2 UNIVERSITAT BERN Institut fur Tierneurologie Abteilung fur klinische Neurologie Bremgartenstrasse 109a CH-3012 Bern

Bern den 15. 12. 98

Betrifft: Empfehlungen zur Zucht, in Bezug auf die Idiopathische Epilepsie beim Berner Sennenhund

Sehr geehrte Frau Bartschi,

Mit der Dissertation "Clinical and genetic investigations of idiopathic epilepsy in the Bernese mountain dog" wurde gezeigt, dass sich die Idiopathische Epilepsie beim Berner Sennenhund mit grosster Wahrscheinlichkeit polygen, autosomal rezessiv vererbt. Das heisst, mehrere Gene mussen gleichzeitig vorhanden sein damit die Tiere klinische Symptome (epileptische Anfalle) zeigen. Dadurch wird die Ausmerzung dieser Krankheit aus der Zucht vorallem durch die hohe Anzahl unerkannter Trager erschwert. In Bezug auf Ihre Frage betreffend einer Zuchtempfehlung, konnen wir folgende Ratschlage zum weiteren zuchterischen Vorgehen geben: In jedem Fall sollte in Zukunft darauf verzichtet werden erkrankte Tiere oder deren Vollgeschwister zur Zucht zu verwenden. Weiter sollten Paarungen vermieden werden, bei denen insbesondere Heiko zum Durstigen Bruder und, generell auch andere Tiere mit befallenen Nachkommen mutterlicher- und vaterlicherseits als Vorfahren auftreten. Anbei die Liste der Paarungen aus denen Epileptiker hervorgegangen sind und ein Exemplar der Dissertation. Mit freundlichen Grussen Dr. I. Kathmann . PD Dr. A. Jaggy

Anlagen: erwahnt

Pagina 3 Paarungen aus denen Epileptiker hervorgegangen sind (liste von Frau Dr. Kathmann) Diese Ruden und Hiindinnen sind Trager der Krankheit obwohl sie selbst nicht erkrankt sind. Erkrankte Tiere (fett) und Wilrfe in denen kranke Tiere vorkamen

Hako v. Chaindon Hausi v. Dahlihubel

Ali v. d. Keller

OeleIwil v. Silvana

Udo v. Gotthelfsegg

Kai v. Tonisbach

Prinz v. Aemmestag

Zar v. OberfeldAstor v. der Distel

Laslo-Toni v. Barnerhof

Domino v. Dorfli

Donald v. Gammenthal

Earl-Black v. d. Hausmatt

Faro v. Murbach

Kuno v. Schoneggschwand

Kuno v. Schoneggschwand

Kuno v. Schoneggschwand

Rambo v. Savora

Kay v. Blaumatthof

Heiko v. Durstigen Bruder

Heiko v. Durstigen Bruder

Heiko v. Durstigen Bruder

Heiko v. Durstigen Bruder

Heiko v. Durstigen Bruder

Heiko v. Durstigen Bruder

Heiko v. Durstigen Bruder

Heiko v. Durstigen Bruder

Heiko v. Durstigen Bruder

Gregor v. der Scheidegg

Faro v. der Fritzenmatte

Othello v. Savora

Oesterreich

Balou v. Wiesmadem

Balou v. Wiesmadem

Estor v. IsentalI

Karus v. Kapellenplatz

Kuno v. Schoneggschwand

Deutschland

Faro v. Murbach

Hylas v. Vndonissa

Eart-Black v. der Hausmatt

Heiko v. Durstigen Bruder

Heiko v. Durstigen Bruder Dina v. Riieggisberg

Gunda v. Saanestrand

Jana v. Saanenstrand

Hera v. Sihleggrain

Belinda v. Schiifiof

Bessi v. Murbach

Senta v. Wynental

Cora v. Graben

Bessy v. Fuchswinkel

Aska v. Zigeunerholzli

Aska v. Zigeunefiolzli

Romy vd Schwarcwasserfluh

Nina v. Stockle (D)

Delia v. Wildgarten

Ira v. Blaumatthof

Ira v. Blaumatthof

Cora v. Wldmannsgraben

Ira v. Blaumatthof

Fleur v. Chorrichterho

fLora v. der Hausmatt

Eika v. Hasliwald

Krista v. Gammenthal

Muschka v. Bahndamm

Janka v. Bahndamm

Vip v. Gabiar

Anschi v. Rebhubel

Silka v. der Hagrose

Dorina v. Eltemhaus

Katja v. Elternhaus

Katja v. Elternhaus

Orta v. Nesselacker

Berenice v. Eichet

Anja v. Lorenziberg

Bessy v. Aehrenhof

Ria v. Isar-Hiigel

Afra v. Enterach

Delia v. Wildgarten

Nina v. Stbckle

Nina v. Stockle

Scilla v. Stockle

Josy v. der Ammerieite

Miranda v. der Aften Allee 1978.

Hausi v. Dahlihubel1980 Jana v. Saanenstrand1982

D-Wurf v. Utrenstorf (3)1981

Kai v. Sihleggrain1984

Cora v. Graben1985

Boomer v. Fuchswinkel1987

Dasso v. Wynental1987

A-Wurf v. Frybach1987

A-Wurf v. Zigeunerholzli (2)1989

C-Wurf v. Fuchswinkel (4)1991

Elasco v. Fuchswinkel (1 )1990

Nero v.d. Aumuhle1989 s. unter Deutschlandbeide exportiert, s. unter Deutschland1988

Heiko v. Durstigen Bruder1991

M-Wurf v. Durstigen Bruder1991

B-Wurf v. Wldmannsgraben1994

Q-Wurf Durstigen Bruder1992

Kimbo v. Aemmitau1991

Bessy v.d. Hausmatt1992

O-Wurf v. Hasliwald1993/95

A.+C.Wurf v. d. Wassermatt1993

Tila v. Bahndamm1993

Ronda v. Bahndamm 1994

I-Wurf v. Schonberghaus (D)1995

N-Wurf v. Fahrenbach1996

T-Wurf v.d. Hagrose (2)1990

K-Wurf v. Elternhaus1993

A-Wurf v. Planura1995

B-Wurt v. Planura1995

Vitus v. Nesselacker 1988

S-Wurt v. Kaisefiaus1987

D-Wurf v. Lorenziberg1994

A-Wurt v. Luisenfels1991

P-Wurt v. Dreiquellenbad1991

B-Wurf v. Schalsen 1990

U-Wurtv: Sturmbiihl1987

C-Wurf v. d. Bauernbreite1989

D-Wurf v. d. Bauembreite1994

V-Wurf v. Stockle1994

A-Wurt v. Thoamlhof1993

L-Wurf v. Niederottnang-

Asso v. Hogerbuur (*1973)

Arthos v. Waldacker (*1975)

kommen in allen Stammbaumen vor. Es muss deshalb davon ausgegangen werden, dass sie bereitsTrager waren, obwohl keine Epilepsie-kranken Nachkommen von ihnen bekannt wurden. Pagina 4 Zuchtempfehlungen aufgrund der Untersuchung uber Epilepsie Wenn Sie die Liste der Hunde betrachten, werden Sie bald feststellen, dass viele der bekanntesten Zwinger betroffen sind und dass die "Epilepsie-Gene" bereits weit in der Rasse verbreitet sind. Es kann jeden von uns treffen, nach dem abgeanderten Motto, dass in der Hundezucht meistens "jeder erntet, was andere gesaht haben". Angesichts der bereits weiten Verbreitung der Epilepsieveranlagung in der Schweizer Population und dem komplizierten, polygenen Erbgang, kann es nicht darum gehen, die erkannten Tragertiere abzu- koren, sondern das Auftreten von Epilepsie durch geschickte Paarungen zu vermeiden. Von der Zucht auszuschliessen sind einzig Hunde, die selber Anfalle haben und deren Wurfgeschwister. Dies freiwillig zu tun, bitten wir die Ziichter und Eigentiimer. Die Untersuchung zeigt, dass Hiindinnen und Rüden, die vereinzelt Nachkommen mit Epilepsie hervorgebracht haben, in anderen Kombinationen nur ge- sunde Nachkommen hatten. Sie sind offenbar weniger mit krankmachenden Genen belastet, als sol- che, die mit verschiedenen Partnern Epilpsie-kranke Hunde zeugten, so dass die weitere Zuchtver- wendung verantwortet werden kann. Bitte beachten Sie dazu folgendes: Auch bei polygen vererbten Krankheiten, sind immer beide El tern Trager, jedoch nicht immer zu gleichen Teilen. Jeder Hund, ob Riide oder Hiindin, der einmal einen Nachkommen mit der betreffenden Krankheit gebracht hat, ist ein Träger, auch wenn er selbst gesund ist. Um dem Auftreten der Krankheit vorzubeugen, geht es nun darum, moglichst nicht Hunde zusammen paaren, die selbst, oder deren Eltern oder Grosseltern Trager sind, weil so geniigend Krankheitsgene zusammengefiahrt werden, dass Anfalle ausgelost werden konnen. Mit jeder Generati- on halbiert sich das Risiko, weil die Halfte aller Gene bei der Befruchtung verloren geht, das trifft auch auf Krankheitsgene zu. Es reicht deshalb aus, wenn Sie in erster Linie die drei auf dem SKG- Stammbaum ersichtlichen Generadonen in Betracht ziehen. Gehen Sie folgendermassen vor: 1. Klaren Sie ab, ob auf den 3-generationen-Starrimbaumer Ihrer Zuchthunde Trager vorkommen und in welcher Stellung (Generation) sie stehen. 2. Entwerfen Sie ein Paarungskonzept: a) finden sich mehrere Trager auf dem Stammbaum oder gehort der starke Vererber "Heiko" da- zu, sollten Sie einen Partner suchen, in dessen 3-Generationen-Stammbaum gar kein Trager vor- kommt b) entdecken Sie nur einen (schwachen) Trager in oder nach der dritten Generation (Urgrossel- tern), kann ein ebensolcher im Stammbaum des Partners verantwortet werden. Leider ist es in vielen Fallen ohne Kompromisse gar nicht moglich, geeignete Partner zu finden. 3. Vermeiden Sie jede Inzucht auf Epilepsie-Trager 4. Seien Sie sich bewusst, dass auch Hunde, die nicht auf der Liste erscheinen, Trager sein konnen. Wir mussen davon ausgehen, dass uns nicht alle Epilepsie-kranken Hunde gemeldet wurden, so dass wir auch nicht alle Trager kennen. 5. Machen Sie nicht auf Panik betreffend Epilepsie. Betrachten Sie immer den ganzen Hund, alle seine Vorteile und Nachteile und wagen Sie sorgfaltig ab. 6. Epilepsie kann mit Medikamenten behandelt werden, so dass betroffene Hunde ein schmerzfreies, normales Hundeleben fiihren und alt werden konnen. 7. Sollte ein Hund aus Ihrer Zucht oder Ihrem Bekanntenkreis an Epilepsie erkranken, melden Sie es unaufgefordert. Nur so kann die Krankheit immer enger eingekreist und - hoffentlich - am Schluss fast vollstandig ausgerottet werden. Die Zuchtkommission KBS.
 
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